

12.10.2010
Am 8. Oktober 2010 führte die Umtec TECHNOLOGIE AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik UMTEC die Fachtagung DIESELvision 10 durch. Die jährlich stattfindende Veranstaltung behandelt verschiedene Aspekte rund um das Thema ‚Abgase von Nutzfahrzeugen und Baumaschinen’. Sie richtet sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter von Firmen und Behörden, die sich mit der Thematik der Abgasreinigung auseinandersetzen, jedoch selbst keine Spezialisten auf diesem Gebiet sind.
Die fünfte Durchführung der DIESELvision zog mehr als 120 Teilnehmer an. „Die DIESELvision hat einen festen Platz im Terminkalender unserer Besucherinnen und Besuchern. Die verschiedenen Aspekte der Abgasreinigung sind ein Thema, welches nie langweilig wird und stetigen Veränderungen unterworfen ist“, zeigte sich der Tagungsleiter Reto Vincenz erfreut. Als Lokalität diente traditionsgemäss die wunderschön gelegene HSR Hochschule für Technik Rapperswil.
Den Anfang machte Loretta Müller vom Institut für Anatomie der Universität Bern. Sie erläuterte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der DIESELvision die gesundheitlichen Aspekte von Abgasen. Dabei zeigten eindrückliche Bilder, was Feinstaubpartikel auf die Lunge und andere Organe des Menschen für einen dramatischen Einfluss haben. Aber nicht nur Feinstpartikel, auch gasförmige Schadstoffe wirken sich auf unseren Organismus negativ aus. Es wurde klar, dass die Verminderung von Schadstoffemissionen aus Motoren ein Absolutes Muss ist.
Als nächstes zeigte Giovanni D’Urbano vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf, worin die Ziele der Luftreinhaltung in der Schweiz bestehen und wie diese erreicht werden sollen. Er erläuterte Aspekte der Gesetzgebung in der Schweiz und in Europa und zeigte auf, in welchen Bereichen bereits Erfolge erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Herr Beat Gloor vom AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft informierte die anwesenden Personen über den Vollzug der Vorschriften und dabei auftretende Schwierigkeiten im Feld. Er zeigte auf, dass mit den stichprobenhaften Kontrollen auf Baustellen viel erreicht wurde.
Herr Beat Wälti, Präsident des Schweizer Partikelfilterverbandes (SPV), stellte seinen Verband und dessen Aufgaben vor. Er ging insbesondere darauf ein, was die Gemüter der Branche zurzeit bewegt.
Herr Andreas Mayer von der Firma TTM zeigte im abschliessenden Referat auf, dass die Abgasnachbehandlung zum Standard bei Erstausrüstung und in der Nachrüstung wird. Er erläuterte, dass sich die Anschaffungskosten für einen VERT zertifizierten Partikelfilter nur einen Bruchteil der Kosten belaufen, welche die Volkswirtschaft durch die reduzierten Gesundheitskosten in Folge Emissionsverminderung einspart.
Die Tagung wurde durch eine engagierte, einstündige Diskussion mit allen Referenten abgerundet. Dabei stellten die Teilnehmer/-Innen zahlreiche Fragen zu gesetzlichen Vorgaben und zu deren Umsetzung, welche von den Experten beantwortet wurden.
Die DIESELvision 10 wurde erstmals durch eine begleitende Ausstellung ergänzt, an welcher sich die anwesenden Personen über Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Abgasnachbehandlung informieren konnten. Dieses Angebot wurde in der Mittagspause sowie im Anschluss an die Tagung rege genutzt.
Aufgrund der positiven Reaktionen freuen sich die Veranstalter bereits auf die DIESELvision 2011 im nächsten Jahr.
Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Webpage www.dieselvision.ch.
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