

31. August 2009
Am 28. August 2009 führte die Umtec TECHNOLOGIE AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik die Tagung DIESELvision 09 durch. Die jährlich stattfindende Veranstaltung behandelt verschiedene Aspekte rund um das Thema ‚Abgase von schweren Nutzfahrzeugen’. Sie richtet sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter von Firmen und Behörden, die sich mit der Thematik der Abgasreinigung auseinandersetzen, jedoch selbst keine Spezialisten auf diesem Gebiet sind.
Die vierte Durchführung der DIESELvision zog wiederum mehr als 110 Teilnehmer an. „Aufgrund der Wirtschaftskrise hatten wir einen leichten Rückgang der Teilnehmerzahl erwartet. Aber offensichtlich interessieren sich unsere Kunden trotz Krise für die verschiedenen Aspekte der Abgasreinigung“, zeigte sich der Tagungsleiter Reto Vincenz erfreut. Als Lokalität diente traditionsgemäss die wunderschön gelegene Hochschule für Technik in Rapperswil.
Den Anfang machte François Jaussi, der beim Baumaschinenhersteller Liebherr für Dieselmotoren zuständig ist. Der erfahrene Ingenieur erläuterte den Teilnehmern, wie man den geeigneten Partikelfilter für eine bestimmte Anwendung auswählt. Dabei müssen insbesondere die Motoreigenschaften und der Anwendungsbereich des Fahrzeuges berücksichtigt werden. Wie Partikelfilter im Kanton Bern durch die Behörden kontrolliert werden, zeigte anschliessend Stefan Schär, Projektleiter Massnahmenpläne Luftreinhaltung beim beco. Beim Verdacht auf Fehlfunktion eines Partikelfilters werden neu direkt im Feld Messungen durchgeführt. Dies stellt besonders hohe Anforderungen an die verwendete Messtechnik.
Markus Kasper, Geschäftsführer der Matter Engineering AG, vertrat kurzfristig den verhinderten Andreas Mayer, TTM. Er zeigte einerseits auf, wie sich mit einer bestimmten Menge an Geld am meisten Russ einsparen lässt. Andererseits erläuterte er auch, wie viel Geld die Volkswirtschaft durch den Einsatz von Partikelfiltern einsparen kann. Mit den ersten drei Vorträgen war für das gemeinsame Mittagessen bereits einiges an Gesprächsstoff vorhanden.
Am Nachmittag berichtete Patrick Renner über den Einsatz von Partikelfiltern im Realbetrieb. Als Leiter Instandhaltung Bus bei den Verkehrsbetrieben Zürich ist er für eine Fahrzeugflotte mit 164 Partikelfiltern zuständig. Im Zentrum seiner Ausführungen standen der Unterhalt der Filter und die dabei entstehenden Kosten. Im letzten Vortrag beschäftigte sich Hans-Jörg Rembor, Geschäftsführer der HUSS Umwelttechnik GmbH, mit der Alterung und der Instandhaltung von Partikelfiltern. Dabei waren insbesondere auch Schäden sowie deren Ursachen und Folgen ein Thema.
Die Tagung wurde durch eine einstündige Diskussion mit allen Referenten abgerundet. Dabei stellten die Teilnehmer zahlreiche Fragen sowohl zur Technik als auch zur politischen Entwicklung. Im Anschluss an die Tagung demonstrierte Markus Kasper auf dem Vorplatz der Hochschule die Möglichkeiten zur Partikelmessung direkt an zwei Fahrzeugen. Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es im Lebenszyklus eines Partikelfilters zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen gilt und auch an verschiedenen Stellen Probleme auftreten können. Mit dem nötigen Wissen lassen sich diese Probleme jedoch meist verhindern oder beheben. Aufgrund der positiven Reaktionen freuen sich die Veranstalter bereits auf die DIESELvision 2010.

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