Umtec Technologie AG

WASTEvision 2017

„Urban Mining – Ressourcen aus Abfall“

Am 28. September 2017 führte die Umtec Technologie AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik UMTEC die Fachtagung WASTEvision 2017 durch. Die siebte Durchführung dieses Fachtagungszyklus zur Aufbereitung und Entsorgung von Abfällen befasste sich dem Thema „Innovative Verfahren und Geräte in der Abfallaufbereitung“. Die WASTEvision richtet sich in erster Linie an Vertreterinnen und Vertreter von Firmen und Behörden, die sich mit der Aufbereitung und Entsorgung von Abfällen befassen. Als Lokalität diente auch dieses Jahr die wunderschön gelegene Hochschule für Technik Rapperswil HSR.

Nach einer kurzen Einführung übergab Rainer Bunge, Leiter der Fachstelle Rohstoffe und Verfahrenstechnik am Umtec, das Wort dem ersten Referenten, Franz Adam. Der Abteilungsleiter Abfallwirtschaft & Betriebe des AWEL betonte die Wichtigkeit von Innovation und die Aufgabe der Behörde, dafür optimale Voraussetzungen zu schaffen. Nach seiner Vision sollen Abfälle konsequent in wiederverwertbare Stoffe und endlagerfähige Reststoffe überführt werden, wobei der wiederverwertbare Anteil möglichst gross sein soll. Ivan Züst, Leiter Engineering der DHZ AG, zeigte auf, wie mittels der Supersort Technologie sortenreine Metallprodukte aus KVA-Schlacke gewonnen werden können, und dass das Ende der Entwicklung in diesem Bereich noch lange nicht erreicht ist.

Nach einer Kaffeepause referierte Roland Weippert von der LAB Geodur GmbH zum Thema Metallrückgewinnung aus KVA-Schlacke mittels Nassprozess. Trotz diverser technischer Hindernisse läuft seit einigen Monaten erfolgreich eine Pilotanlage. Rainer Bunge, Leiter der Fachstelle Rohstoffe und Verfahrenstechnik des Hochschulinstitutes UMTEC, stellte eine neue Entwicklung des UMTEC vor. Durch eine regelbare Trennschneide wird der Trennschnitt von Wirbelstromscheidern während dem Betrieb automatisch und laufend an sich ändernde Bedingungen (Wechsel der Fraktion, anderer Feuchtigkeitsgehalt usw.) angepasst. Dadurch befindet sich die Trennschneide immer im optimalen Bereich, was zu einem stark verbesserten Austrag führt.

Nach der Mittagspause und angeregten Diskussionen unter den Teilnehmenden kamen weitere technische Neuerungen im Bereich der Sortierung zur Sprache. Markus Wess, Technischer Leiter der Anlagenbau Günther GmbH, hielt das erste Referat am Nachmittag. Er zeigte das sehr breite Einsatzgebiet des Splitters auf, einem Spiralwellenseparator, welcher kaum verstopft und platzsparend installiert werden kann. Jörg Schunicht, Produktmanager der Steinert Elektromagnetbau GmbH, erläuterte, wie auch aus „schwierigem“ und heterogenen Material Wert- oder Störstoffe abgetrennt werden können. Den Abschluss der diesjährigen Veranstaltung machte Alexander Weh, Head Sales Application bei der Selfrag AG. Er informierte über die Fortschritte im Bereich der selektiven Zerkleinerung mittels High Voltage Aufbereitung, welche es ermöglicht, grössere Partikel selektiv zu zerkleinern und eingeschlossene Stoffe freizulegen.

Durch die kurzen Diskussionsrunden nach den einzelnen Referaten war es den Teilnehmern möglich, ihre wichtigsten Fragen beantwortet zu erhalten. Als Abschluss der Tagung genossen viele Teilnehmer/-Innen die gemeinsame Schifffahrt von Rapperswil nach Zürich und nutzten die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen und Networking.

Die WASTEvision 2017 war ein voller Erfolg. Deshalb freuen sich die Veranstalter bereits auf die WASTEvision 2018 am 21.09.2018 in Rapperswil.

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